Roßtal

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Beweg was in Roßtal mit der Kindermarktratswahl und der Jugendkonferenz

Kindermarktgemeinderatswahl Roßtal

 

Im März 2018 wurde es in Roßtal wieder spannend: die Wahl zum Kindermarktgemeinderat stand an. Für den Posten des Kinderbürgermeisters stellten sich drei Kandidat*innen von drei Parteien den Schüler*innen der Grundschule zur Wahl: Sofia Schubert von den Bunten, Leopold Mack von den Freizeitkids Roßtal (FKR) und Fabian Grauvogel von den Sozialen Kids Roßtal (SKR) stellten sich mit ihrem Wahlprogramm ihren Mitschüler*innen vor. Auf die Plätze im Kindermarktgemeinderat bewarben sich insgesamt 29 Kinder, die sich ebenfalls einer der drei Parteien zugehörig fühlen.

Nach einer intensiven Vorbereitung im Unterricht und der Erklärung des Wahlvorgangs  durch Frank Reißmann vom Kreisjugendring Fürth konnte am 5.3.2018 in der Grundschule gewählt werden. Die originale Wahlurne sowie die Wahlkabinen waren in der Schule aufgestellt. Klassenweise füllten die Schüler*innen in geheimer Wahl die Stimmzettel aus. Im ersten Wahlgang erreichte keine*r der drei Kinderbürgermeisterkandidat*innen die Mehrheit der Stimmen, deshalb wurde am 6.3.2018 eine Stichwahl zwischen Fabian Grauvogel und Leopold Mack nötig. Diese entschied Leopold Mack mit 165 zu 111 Stimmen deutlich für sich. Gleich im Anschluss an die Stimmenauszählung wurden in der Aula der Grundschule unter Anwesenheit der Schüler*innen sowie Bürgermeister Völkl die Wahlergebnisse verkündet. Mit dem neuen Kinderbürgermeister Leopold Mack zogen 13 Kindermarktgemeinderät*innen in den Rat ein.   

Die Arbeit der Kindermarktgemeinderäte wird durch verschiedene Erwachsene unterstützt, die jedoch kein Stimmrecht haben. Besonders wichtig ist die Unterstützung durch Herrn Bürgermeister Völkl, der soweit es möglich ist auch an jeder Kindermarktgemeinderatssitzung teilnimmt.

In der neuen Legislaturperiode wird weiterhin in den Ausschüssen Umwelt, Menschenrechte und Freizeit gearbeitet, diskutiert und geplant. Das Engagement des Kindermarktgemeinderats gegen Plastiktüten in Roßtal wird fortgesetzt. Im Dezember 2018 fragten Mitglieder des Kindermarktgemeinderats vor den Roßtaler Supermärkten ab, wieviel Personen Plastiktüten für den Einkauf verwenden, informierten und riefen zum Plastikverzicht auf. Zudem stehen Themen wie die Skateanlage und „Roßtal trempelt“ auf der Tagesordnung.

 

 

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Kindermarktrat Roßtal



Roßtal - 9. März 2016: Großer Jubel in Roßtals Grundschule: Die Ergebnisse der Kindermarktratswahl wurden soeben bekanntgegeben. In der Stichwahl konnte sich Jannis Wollschläger mit 161 Stimmen gegen Dragos-Stefan Neicu (93 Stimmen) als Kinderbürgermeister klar durchsetzen. Im Kindermarktrat konnte die Partei "Die Bunten" den "Freizeitkids" (FKR) einen Sitz abnehmen. Folgende Räte wurden gewählt: Leah Baier (4a), Melissa Kupus (3/4d) sowie Dominik Prenzel (1/2b) für die FRK; Judith Gräf (G6b), Fabian Grauvogl (1/2a) und Leonard Peinelt (4b) für die SKF; Dragos-Stefan Neicu (4a), Eva Schalldach (G5c), Sebastian Schwab (3b) sowie Ömer Selim Uysal (4a) für Die Bunten.

Nach der Wahl beginnt beim Kindermarktgemeinderat erst die richtige Arbeit. Wie auch bei den Großen wurden in der konstituierenden Sitzung das Amt des Bürgermeisters übergeben und die Ausschüsse gebildet. Auch in der zweiten Legislaturperiode haben sich die Kindermarktgemeinderäte dazu entschieden in den drei Ausschüssen Menschenrechte, Umwelt und Freizeit zu arbeiten. In den Ausschüssen werden die Projekte erarbeitet und dann in den Marktgemeinderatssitzungen abgestimmt. So fand im letzten Jahr beispielsweise ein Fotowettbewerb zum Thema Umweltverschmutzung statt. Hierbei wurde von den Kindern alleine entschieden wer Gewonnen hat, wie die Gewinner ausgezeichnet wurden und in welchem Rahmen dies stattfinden sollte. Auch die Ausstellung der Fotos auf dem Martinimarkt wurde durch die Kinder gestaltet.

Die Arbeit der Kindermarktgemeinderäte wird durch verschiedene Erwachsene unterstützt, die jedoch kein Stimmrecht haben. Besonders wichtig ist die Unterstützung durch Herrn Bürgermeister Völkl, der soweit es möglich ist auch an jeder Kindermarktgemeinderatssitzung teilnimmt.

 

 

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Jugendkonferenz 2019
in Roßtal

 

Am 18.10.2019 trafen fünf sehr engagierte und interessierte Jugendliche im Jugendhaus Roßtal auf ihren Bürgermeister Johann Völkl, die 2. Bürgermeisterin Renate Krach, die Jugendreferentin der Marktgemeinde Martina Bär sowie die Gemeinderätin Birgit Höfling. Die Jugendkonferenz wurde von Claudia Elß vom Kreisjugendring Fürth moderiert. Zu Beginn wunderten sich die Jugendlichen, dass nicht mehr Teilnehmende gekommen sind und es schloss sich eine Diskussion an, welcher Termin und welche Uhrzeit für Jugendliche optimal wäre und wie sie am besten zu erreichen wären. Die anwesenden Jugendlichen stellten klar, dass sie aufgrund des persönlichen Anschreibens des Bürgermeisters gekommen sind. Freitagnachmittag ist für sie passend, ein späterer Beginn wäre von Vorteil. Zudem wurde klar, dass das Jugendhaus und das Angebot für Jugendliche in Roßtal den anwesenden Jugendlichen wenig bekannt ist. Frau Bär erklärte daraufhin, dass ab Januar die neue Jugendpflegerin für Roßtal ihre Arbeit aufnimmt und dann wieder längere Öffnungszeiten und Programm angeboten wird. Momentan ist das Jugendhaus montags und dienstags geöffnet.

Die teilnehmenden Jugendlichen hatten sich gut auf die Konferenz vorbereitet und bereits im Vorfeld Themen, Fragen und Vorschläge überlegt. Die Moderatorin sammelte zuerst alle Themen an Stellwänden. Dann wurden alle Vorschläge in der Runde diskutiert, Umsetzungsideen und Zuständigkeiten wurden festgelegt.

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Folgende Ideen für die Marktgemeinde versprach Bürgermeister Völkl mitzunehmen und eine Umsetzung, soweit möglich, in die Wege zu leiten:

Wenn das Elektrogeschäft Meier schließt, wünschen sich die Jugendlichen in den Räumen ein Café oder eine Bäckerei mit Café.
Die Jugendlichen schlagen eine Geschwindigkeitsmessung in der Fürther Straße und eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf den Straßen am Kreisverkehr und der Felsenstraße vor.
Den Hinweis, dass es auf den Roßtaler Spielplätzen keine Babyschaukeln gibt und die Idee, Spielzeugkisten aufzustellen, in denen ausgedientes Spielzeug abgegeben und dann von allen Spielplatzbesuchern genutzt werden kann, finden Herr Völkl und Frau Bär gut und werden eine Umsetzung anstoßen.
Ein weiteres Anliegen der Jugendlichen ist die Pflanzung von weiteren Bäumen im Gemeindegebiet, z.B. vor Rossmann, Edeka und an der Sportmeile, deren Pflege und vor allem das Gießen in der Zeit nach der Pflanzung.
Den Wunsch nach zusätzlichen Mülleimern am Bahnhofsberg und am alten TUSPO-Gelände nahm Herr Völkl ebenfalls auf.
 

Beim Thema hohe Ticketpreise für Jugendliche im öffentlichen Nahverkehr gab Bürgermeister Völkl die Information weiter, dass am 7.11.2019 die Entscheidung fällt, ob es im Landkreis künftig ein 365 € Ticket für Schüler, Azubis und Studenten geben wird. Der Frage, ob eine Mobicard über das Jugendhaus angeschafft und an die Jugendlichen verliehen werden kann, wird Frau Elß nachgehen. Den Wunsch nach W-LAN in allen Buslinien im Landkreis und nach der Ausweitung der Fahrten der Buslinie 114 am Wochenende im Stundentakt bis 22:00 Uhr wird Frau Elß an die zuständige Stelle im Landratsamt weitergeben.

Um sich in Zukunft über das Programmangebot des Jugendhauses und die Aktionen des Kindermarktrats informieren zu können fragen die Jugendlichen an, ob eine Seite des Amtsblatts speziell für die Jugendlichen gestaltet werden kann. Auch dieser Vorschlag wird von den Vertreter*innen der Politik weitergegeben.

Ein großes Anliegen der anwesenden Jugendlichen war die Einrichtung eines Treffpunkts mit Sitzgelegenheit und Überdachung oder Sonnensegel. Dieser sollte einen Standort haben, der etwas abseits liegt. Die Vertreter*innen des Gemeinderats informierten die Jugendlichen darüber, dass im nächsten Jahr an der Sudetenstraße ein Bolzplatz mit Bachlauf und Basketballkorb angelegt werden wird. Dieses Gelände und das Freizeitgelände wurden als mögliche Plätze für einen Jugendtreffpunkt diskutiert. Die Gemeinde wird die Vorschläge prüfen.

Eine weitere Anregung der Jugendlichen bestand darin, Flächen, wie z B. am Freizeitgelände und an der Bahnbrücke nach Clarsbach, mit Graffiti zu gestalten. Dieser Wunsch wird im Januar der neuen Gemeindejugendpflegerin übergeben. Es besteht die Möglichkeit einen Graffitiworkshop für die Jugendlichen anzubieten.

Die Jugendlichen sammelten Programmvorschläge für das Jugendhaus, wie ein Netflix Abend, einen Spieleabend, Backen oder Cocktails zubereiten. Es wurde vereinbart, dass Martina Bär alle interessierten Jugendlichen im Januar zu einer Jugendhauskonferenz einladen wird. Hier können sie mit der neuen Jugendpflegerin ihre Vorschläge diskutieren und ihre Wünsche bezüglich der Öffnungszeiten und des Programms abgeben.

Mit Pizza und einer Führung durch das Jugendhaus wurde die Konferenz beendet.

Jugendkonferenz am 8. Juli 2017

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Am Samstag den 8.7.2017 waren alle Jugendlichen von 11-17 Jahren aufgerufen sich einzubringen.

Empfangen wurden sie von Martina Bär, der  Jugendreferentin des Marktgemeinderats, der Jugendhausleitung Kerstin Wolf und den Mitarbeiter*innen vom Kreisjugendring Fürth. Trotz des stahlenden Sommerwetters fanden sich  Jugendlichen aus dem gesamten Altersspektum  in der Aula der Mittelschule ein. Einige waren sehr gut vorbereitet und hatten gleich ihre Themen und Diskussionsvorschläge parat. Alle von den Jugendlichen eingebrachten Themen wurden in Diskussionsgruppen mit wechselnder Besetzung  bearbeitet. Pünktlich zum Plenum fand sich der Bürgermeister Herr Völkel ein und besprach die Vorschläge und Anfragen der Jugendlichen:

Infos zu der in Planung befindlichen Jugendfarm konnten weitergegeben und Freizeitangebote des Jugendhauses sowie die Möglichkeit Spielgeräte auszuleihen konnten bekannt gegeben werden.  Der Eröffnung einer heiß ersehnten Eisdiele steht laut Herrn Völkel die Tatsache entgegen, dass es keinen Anbieter gibt. Eine Wiedereröffnung des alten Kinos ist leider zu kostenintensiv, ebenso der Bau eines Schwimmbades. Hier besteht aber die Möglichkeit das Freibad in Großhabersdorf zu nutzen. Es ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen und mit dem Sommerferienpass für Roßtaler Schüler kostenlos. Zum Thema  Jugenddisko konnte ein Ansprechpartner vermittelt werden. Der Wunsch nach Freizeitaktivitäten für 12-16-jährige wurde deutlich. Auch wenn nicht alle Wünsche der Jugendlichen realisierbar sind, konnten einige Alternativen aufgezeigt werden.

 

 

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